New York Sightseeing – Brooklyn Bridge und Wall Street

Nachdem wir den ersten Tag in New York gut, aber vollkommen geplättet überstanden hatten, ging es am nächsten Tag gleich weiter. Nach einem ausgiebigen Frühstück in Little Italy (zu den besuchten Restaurants und Cafes wird es noch einen Post geben), machten wir uns zunächst auf zur Brooklyn Bridge.

 


 

Über die älteste Brücke New Yorks bis hin nach Brooklyn zu laufen haben wir doch nicht geschafft. Es blieb dann doch nur bei einem Antesten. Trotzdem fand ich die Brücke und ihre Konstruktion sehr beeindruckend. Ich kann verstehen warum sie auch als Symbol für ein besseres Leben gesehen wird und für Optimismus steht. Irgendwie ist das Gefühl nicht leicht zu beschreiben. Aber wenn man auf ihr steht und den East River sowie die umliegenden Gebäude betrachtet, packt einen diese ganz leichte Sehnsucht. Gerade bei Nacht ist der Anblick wirklich wunderschön und mitreißend.

Brooklyn Bridge
Brooklyn Bridge,
New York, NY

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Gar nicht weit laufen muss man nach dem Besuch der Brücke, um beim City Hall Park anzukommen. Hier kann man eine kleine Verschnaufpause einlegen, Kindern beim Spielen zuschauen und Pärchen beim Fotografieren unterstützen. So eine kleine mentale Pause ist wahrscheinlich auch nicht ganz unklug. Ich jedenfalls bin ein Sensibelchen. Und da es danach für uns weiter Richtung Wall Street und somit auch ehemaligem World Trade Center ging, war ich im Nachhinein sehr dankbar für den Zwischenstopp. Während wir in New York waren gab es eine Menge Baustellen rund um diesen Bereich. So läuft man etwas nichtsahnend durch die Gegend, bis man plötzlich vor einer riesigen, imposanten, verspiegelten Pyramide steht und diese sich als das One World Trade Center entpuppt. Hier habe ich mir dann doch etwas den Hals verrenkt, weil ich den Skyscraper etwas zu lange angestarrt habe. Dank der damals gerade erst neu eröffneten Aussichtsplattform One World Observatory, tummelten sich hier auch weitaus mehr Menschen als erwartet.
 


 


 

Biegt man dann noch um die Ecke ab, liegt vor einem ein großer offener Platz mit zwei riesigen quadratischen Wasserbassins im Boden: das 9/11 Memorial. Ich glaube etwas eindrucksvolleres als diese beiden Gedenkbrunnen habe ich bislang noch nicht gesehen. An der Umrandung der Wasserbecken sind die Namen aller Opfer eingraviert und zwischenzeitlich ragen auch einige hinterlassene Rosen aus den offenen Zwischenstellen. Schaut man über den Beckenrand in die Tiefe, kann man beobachten wie das Wasser praktisch ins Nichts stürzt. Nach einer kleinen Recherche habe ich herausgefunden, dass es hier ganze neun Stockwerke in die Tiefe geht. Reflecting Absence als Titel dieses Mahnmals trifft es perfekt. Ich denke jeder von uns hat diesen Tag anders erlebt und manch eine sind mittlerweile so jung, dass sie sich gar nicht dran erinnern können. Ich kann mich daran erinnern und ich weiß auch, dass es einige Tage gedauert hat, bis der Schock damals bei mir ankam. Vielleicht waren es auch einige Wochen bis ich mich eines Abends heulend vorm Fernseher wiederfand, weil die Wucht der schrecklichen Bilder mich plötzlich mit einem Schlag komplett überrollte. So ähnlich gehe ich mit jedem Trauerfall um und so ähnlich fühlte ich mich auch vor dem Denkmal. Voller Ehrfurcht, aber innerlich seltsam ruhig, habe ich das Wasserschauspiel bewundert. Eine innerliche Leere, genau wie die Mahnmale gewissermaßen auch leer und offen sind, konnte ich in diesem Moment nicht abschütteln. Touristen, die fröhlich lachend mit ihren Selfiesticks posieren, schon gar nicht verstehen. Gejagt haben mich die Bilder dann erst wieder mit einigen Tagen Verzögerung. Gesehen sollte es definitiv jeder gesehen haben. Für das Memorial Museum hat die Zeit bei uns leider nicht mehr gereicht. Die langen Schlagen lassen aber darauf schließen, dass sich ein Besuch bestimmt lohnt.
 


 

City Hall Park
Broadway,
New York, NY 10007

 

One World Trade Center
1 World Financial Center – Sandy Hook,
New York, NY 10007

 

National September 11 Memorial and Museum
200 Liberty St,
New York, NY 10006

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Der Besuch der eigentlichen Wall Street hat bei mir den geringsten Eindruck hinterlassen. Grau an grau reihen sich hier optisch kaum zu unterscheidende Hochhäuser aneinander: Banken, die Börse, Finanzunternehmen und zwischendrin die fast fälschlich platzierte Kirche. Möchte man die Skulptur des Charging Bull vor der Börse sehen und vielleicht für Glück auch einmal anfassen, muss man schon mit seinen Ellenbogen vorgehen und sich gegen andere Touristen durchboxen. Nicht ganz mein Fall, aber wie eigentlich alles in New York definitiv sehenswert.
 


 


 


 

Charging Bull
Broadway & Morris St,
New York

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3 Comments

  1. September 13, 2015 / 4:06 pm

    New York ist einfach beeindruckend, tolle Bilder die du uns hier zeigst und ein wirklich sehr toller Beitrag!
    Liebe Grüße
    Alnis

  2. September 13, 2015 / 4:33 pm

    wow, das ist ein sehr beeindruckender Reise-Beitrag 🙂
    die Wallstreet ist schon ein Magnet!
    das tolle am Sightseeing finde ich immer, dass man bei so viel Bewegung so viel rum kommt und Eindrücke sammeln kann.
    in New York sollte man wohl mal gewesen sein … aber so einen Urlaub stelle ich mir auch recht preis-intensiv vor …

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

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